Christian Träsch (15)

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Träschi der Softwarentwickler

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 31.07.2016, 21:56

Ein Interview zu der neuen App "DeinTEAM".

Christian Träsch, welche Apps haben Sie auf Ihrem Smartphone?
Gar nicht so viele. Ich habe die Facebook-App, obwohl ich selber keinen privaten Facebook-Account habe, sondern nur meine Fan-Seite. Ansonsten nutze ich noch WhatsApp, um mit Freunden von früher in Verbindung zu bleiben. Für meine Tochter habe ich ein, zwei Spiele installiert. Und natürlich verwende ich auch unsere »DeinTeam«-App. Aber ich bin generell nicht viel am Handy und nutze es vor allem zum Telefonieren.

Haben Sie bei WhatsApp auch eine gemeinsame Gruppe mit allen Spielern?
Bevor es unsere App gab, hatten wir eine Gruppe, um Termine abzusprechen. Aber da hat dann jeder seinen Senf dazu geschrieben und so gingen die eigentlichen Informationen unter.

Kamen Sie deshalb auf die Idee, die »DeinTeam«-App zur internen Organisation von Vereinen zu entwickeln?
Marcel Schäfer und ich sind immer mit Zettel und Stift in der Kabine herumgelaufen, haben das Tippspiel und die Mannschaftskasse gemacht. Es ist oft der Fall gewesen, dass einer das Tippen vergessen hat, weil er noch im Kraftraum war oder eine Behandlung hatte. Und da sind wir auf die Idee gekommen. Wir dachten: Das muss doch einfacher gehen.

Was kann die App also?
Sie hat eine Kalenderfunktion, sodass man Einheiten und Spiele eintragen kann. Außerdem kann man Trainingsinformationen und Statistiken einstellen, die Mannschaftskasse und den Strafkatalog einsehen. Wir haben natürlich auch ein Tippspiel eingebaut, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, dass das in Vereinen gut ankommt. Zuletzt kann man auch noch Abstimmungen durchführen, beispielsweise wenn man organisieren will, wo ein Mannschaftsabend stattfinden soll. Kurzum: Die Zettelwirtschaft fällt weg.

Das sind ziemlich viele Funktionen.
Die App soll die alltäglichen Probleme lösen, die wir hier beim VfL Wolfsburg auch haben. Man denkt immer, eine Profimannschaft ist top organisiert, aber auch bei uns hakt es oft bei den kleinen Dingen. Wir haben zum Beispiel vor ein paar Monaten einen Mannschaftsabend geplant, bei dem kurz vorher viele abgesagt haben. Wir hatten aber schon einen Tisch für 20 Personen reserviert. Durch die App weiß man jetzt schon vorher Bescheid, wer kann und wer nicht.

Neben Ihnen und Marcel Schäfer gehören auch Christian Gentner und Daniel Baier zu den Gründern. Wie kam es zu diesem Team?
Wir vier kennen uns schon lange. Mit Marcel und Dani habe ich schon beim TSV 1860 gespielt und mit Christian Gentner beim VfB Stuttgart. Irgendwann haben wir uns mal im Urlaub getroffen und sind ins Gespräch gekommen. Da entstand die Idee, diese App zu machen.

Aber wie haben Sie vier es geschafft, die Entwicklung der App neben ihrem Trainingsalltag voranzutreiben?
Es hat sehr viel Zeit gekostet. Insgesamt so 15 Monate. Wir haben sehr viele Skype-Konferenzen gemacht und unsere Ideen ausgetauscht.

Und dann landeten die Ideen bei einem Programmierer?
Ja, aber wir haben die Entwicklung der App Step-by-Step begleitet und den Programmierern genau gesagt, wie wir uns das vorstellen. Am Ende gab es eine lange Testphase, in der nicht nur wir, sondern auch ein paar Vereine die App getestet und Feedback gegeben haben.

Haben Sie vor, sich mit der App dauerhaft ein zweites Standbein neben dem Fußball aufzubauen?
Das nicht. Deshalb ist die App bewusst kostenfrei. Sie beinhaltet auch keine Werbung, obwohl wir die Möglichkeit gehabt hätten, einen Werbepartner zu finden. Aber wir wollten einfach dem Amateur- und Jugendsport etwas zurückgeben. Wir hatten das Glück, Profifußballer zu werden, aber wir wissen von unseren Freunden und anderen Trainern, wie anstrengend es ist, ein Team zu organisieren. Die Trainer in den unteren Ligen wissen zum Beispiel oft nicht, wie viele Spieler zum Training kommen. Dann planen sie ein Training, obwohl am Ende nur fünf oder sechs Spieler kommen.

Was müssen Sie in Wolfsburg zahlen, wenn sie zu spät oder gar nicht zum Training kommen?
Mannschaftsinterna möchte ich nicht preisgeben. Aber durch die App kann jetzt jeder Spieler einsehen, wer seine Strafe bezahlt hat und wer nicht.

Kann man das Geld über die App auch überweisen?
Nein, das muss noch persönlich abgegeben werden. Eine Überweisungsfunktion haben wir bewusst weg gelassen.

Also muss Marcel Schäfer immer noch das Geld eintreiben?
Die Spieler kommen jetzt meistens von selbst, weil der soziale Druck größer ist, wenn jeder die Strafe einsehen kann. Das Hinterherrennen hat zum Glück ein Ende.

Was ist aus Ihrer WhatsApp-Gruppe mit den anderen Spielern geworden?
Ich glaube, die besteht sogar noch, wird aber nicht mehr für organisatorische Dinge genutzt.

Also nur noch zum Spaß?
Jetzt kann sie von mir aus zugemüllt werden.
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Träsch wechselt nach Ingolstadt

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 29.08.2017, 14:32

Sechs Jahre spielte er für den VfL Wolfsburg, 124 Bundesligapartien absolvierte er, unter Felix Magath trug er sogar die Kapitänsbinde. Nun verabschiedet sich Christian Träsch vom VfL Wolfsburg und wechselt zum FC Ingolstadt. Am Dienstag nahm der Defensivallrounder Abschied von seiner Mannschaft.
Am Montag absolvierte Christian Träsch den Medizincheck in Ingolstadt, am Dienstag stand der 29-Jährige noch einmal in Wolfsburg auf dem Trainingsplatz. Jedoch nicht, um noch eine letzte Einheit zu absolvieren, sondern um Tschüss zu sagen. Der gebürtige Ingolstädter kehrt nach insgesamt 14 Jahren bei 1860 München, dem VfB Stuttgart und in Wolfsburg in seine Heimat zurück. Seine VfL-Mitspieler verabschiedeten den Ex-Nationalspieler mit lautem Applaus.

Damit enden sechs Jahre in Niedersachsen für Träsch, der einst für neun Millionen Euro aus Stuttgart verpflichtet worden war. Eine Zeit mit Höhen und Tiefen, vom Kapitänsamt bis zum Tribünenplatz war alles dabei für den Oberbayern.

Zuletzt wurden die Einsatzzeiten des auch immer wieder von Verletzungen geplagten Allrounders weniger. Als nun auch noch mit Paul Verhaegh und William zwei weitere Rechtsverteidiger verpflichtet wurden und auch im defensiven Mittelfeld ein Überangebot im Wolfsburger Kader herrscht, war es an der Zeit, zu gehen. Zurück in die Heimat, wo Träsch beim FCI eine Führungsrolle übernehmen soll.

Quelle: Kicker

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