Aktuelle Stellungnahme der Fanszene

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Schmidt
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Aktuelle Stellungnahme der Fanszene

Beitragvon Schmidt » 01.11.2016, 19:34

Stellungnahme - 01.11.2016

Hallo VfL-Fans!

Die aktuelle Situation unseres VfL Wolfsburg ist alarmierend!
Nach 9 Spieltagen konnten gerade einmal magere 6 Punkte eingefahren werden.
Wir befinden uns auf dem 16. Tabellenplatz, die Verantwortlichen suchen nach der Entlassung von Dieter Hecking nach einem neuen Trainer, der die Wende bringen soll und es stehen weitere sportlich schwierige Begegnungen bevor.

Angesichts der aktuellen Lage möchten wir euch über Ablauf, Beweg- und Hintergründe zu dem von uns zuletzt gewählten Vorgehen informieren. Nachfolgend zeigen wir euch den derzeitigen Stand auf und werden auch zukünftig versuchen die weitere Ausrichtung in dieser Krise sowie mögliche Aktivitäten bestmöglich innerhalb der Fanszene abzustimmen. Zuallererst möchten wir allerdings allen, die sich beim Trainingsbesuch nach der Niederlage in Darmstadt und auch bei der Aktion an der Stadionausfahrt am Samstag beteiligt haben, für ihre Teilnahme danken. Gemeinsam haben wir aufgezeigt, dass mehr als „nur eine Hand voll Fans“ die Situation als dramatisch erachten und wir als Fans auch für das Vereinsschicksal zu kämpfen bereit sind. Weiterhin haben wir gezeigt, dass wir nicht nur in positiven Zeiten als VfL-Fans auftreten, sondern auch in schwierigen Situationen, wie der jetzigen, persönlichen Einsatz zeigen!

Nach der Auswärtsniederlage in Darmstadt besuchten kurzfristig etliche Fans das Sonntagstraining, um ihre Haltung zur aktuellen Situation aufzuzeigen. Dabei wurde, trotz dessen viele Fans die Lage als besorgniserregend betrachten, dennoch unser Wolfsburger Weg verfolgt und dementsprechend zum Einen auf eine große Aktion und zum Anderen auf Proteste verzichtet. Dennoch wurde deutlich aufgezeigt, welche Erwartungen wir an die Mannschaft haben und dass wir weiterhin motivierend zu ihnen stehen! Zu diesem Zeitpunkt wurden Gespräche mit dem Mannschaftsrat aus unserer Sicht als nicht weiter zielführend eingeschätzt und daher auch nicht eingefordert.

Am Vorabend des Heimspiels gegen Leverkusen wurden seitens der aktiven Fanszene alle offiziellen Fanclubs zum Gespräch geladen, um gemeinsam über ein weiteres Vorgehen zu sprechen.
Zusammen mit vielen Fanclubvertretern unterschiedlichster Fanausrichtungen wurde sich ausgiebig und konstruktiv mit der aktuellen Situation auseinandergesetzt. Miteinander haben wir viele Eventualitäten durchdacht und bestmöglich eine gemeinsame Ausrichtung beschlossen. Ein erstes Fazit aus dieser Runde war es, dass die Zeit der Ausflüchte und Vertröstungen einvernehmlicher Einschätzung nach beendet ist und die nächsten Botschaften deutlicherer Natur sein müssen.
Diese Ansicht wurde tags darauf im Stadion mit dem Spruchband  „Schluss mit den Durchhalteparolen – Kämpft jetzt!“ in der Nordkurve über die gesamte Spielzeit unterstrichen.

Für uns alle war es schön, endlich wieder ein Heimtor bejubeln zu können. Doch leider nützte der Treffer von Maxi Arnold letztlich nichts. Am Ende stand eine erneute Heimniederlage gegen eine ebenfalls kriselnde Mannschaft zu Buche.
Für viele Fans war nach dem Spiel dementsprechend Frust angesagt, der sich in etlichen Antigesängen entlud. Nachfolgend gab es wie vortags gemeinsam beschlossen eine andere Form des Protests.
Hierbei ist klar hervorzuheben, dass wir diesen Weg auch bei einem anderen Spielausgang gegangen wären, wenngleich auch mit anderer Aussage. In jedem Fall sollte ein Zeichen gesetzt werden.

Mehrere hundert Fans machten ihrem berechtigten Frust daher lautstark und sichtbar Luft, um die Mannschaft vor das Marathontor zu fordern und sie mit unserer Wut und Angst zu konfrontieren.
Ein deutliches Zeichen, dass auch in Wolfsburg Nachsicht und Entgegenkommen irgendwann ihr Ende haben! Weitgehend vollzählig stellten sich die Spieler dann für etwa 20 Minuten den Fans gegenüber und bemühten sich Großteils auch um Austausch. Für diese Dialogbereitschaft sprechen wir klar Lob und Anerkennung aus. All dies verlief im Übrigen friedlich und weitgehend frei von unangemessener Pöbelei.

Die abschließende Ansprache von Diego Benaglio, in der er stellvertretend sowohl Verständnis für die Aktion als auch ehrliche Betroffenheit äußerte, wurde fanseitig anerkennungsvoll und aufmunternd beklatscht.
Im Nachgang an diese Aktion gingen wir mit mehreren Vertretern verschiedener Fangruppen und in Abwesenheit jeglicher Funktionäre des VfL Wolfsburg in das vertrauliche Gespräch mit der Mannschaft, um in Ruhe und geordnet unsere Kritik zu formulieren und auch den Spielern selbst die Möglichkeit der fairen Meinungsäußerung zu ermöglichen. Dieses Gespräch verlief beidseitig offen, sachlich und konstruktiv, wenngleich auch nicht emotionsfrei.

Im Gegensatz zu Gesprächen der jüngeren Vergangenheit war dabei eindeutig zu erkennen, dass sämtliche Spieler von der Lage betroffen sind, ihnen die direkte Konfrontation mit den Fans am Tor sichtbar nahe ging und ihnen entgegen der oft geäußerten Vorwürfe die Situation nicht egal ist. Insgesamt gesehen, konnten wir uns mit diesem Einblick ein besseres Bild über die derzeitige Verfassung der Mannschaft bilden und werden diese Erkenntnis in unser weiteres Handeln einfließen lassen.

Abschließend bleibt zu verdeutlichen warum wir diese Form des „Protests“ gewählt haben.
Zu oft entstand unsererseits zuletzt der Eindruck, dass alle anderen Formen unserer Meinungsäußerung auf Desinteresse gestoßen sind und auch Sprachbarrieren eine „fühlbare“ Form der Ansprache notwendig machen. Unser klares Ziel war es u.a. in die „Komfortzone“ der Spieler einzudringen. Leider erscheint ihnen doch zu häufig die pünktliche Rückkehr zu Familie und Freundin, das schicke Abendessen oder auch der Flug ins Wochenende wichtiger zu sein als Fan- und Vereinsinteressen.
Zumindest entsteht dieser Eindruck anhand diverser Kleinigkeiten, Einzelerfahrungen und dem jeweiligen öffentlichen Verhalten mancher Spieler. Unser Protest sollte daher spürbare Auswirkungen auf jeden Einzelnen haben! Traurigerweise trifft diese natürlich auch diejenigen, die sich bereits langjährig mit vollem Einsatz und absoluter Identifikation in den Dienst von Stadt und Verein stellen. Gleichzeitig ist es ebenfalls schade, dass durch das negative Auftreten einiger weniger auch bei uns selbst aus dem Blickfeld gerät, dass momentan einige lokale Nachwuchsspieler mit gehörigem Identifikationspotential den Weg in die Profimannschaft gefunden haben.

Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass unsere Kritik nicht allein auf den desaströsen sportlichen Leistungen der letzten Wochen und Monaten fußt, sondern auch grundsätzliche Dinge, wie die unzulängliche Einstellung sowie das öffentliche Auftreten einiger Spieler und Verantwortlicher, einiges an Anlass zur Kritik bieten. Dies alles fließt in unser Denken und Handeln ein und gilt es aufzuzeigen.
Erschreckenderweise erfolgt die vermeidliche Wiederholung von Fehlern beim VfL Wolfsburg bereits seit Jahren zyklisch im direkten Anschluss an Erfolge und wurde auch in der Vergangenheit unsererseits beständig an verschiedenen Stellen moniert. Es fehlt eindeutig an klarer Linie und Beständigkeit! Arbeit, Fußball, Leidenschaft und die Verbindung von Werk, Stadt und Verein sind die hiesigen Identitätsmerkmale, anhand derer der VfL Wolfsburg seine eigene Vereinsidentität definieren und diese kontinuierlich verfolgen muss. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Dieses Signal senden wir bewusst öffentlich an die Verantwortlichen!

Die aktive Fanszene des VfL Wolfsburg
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Re: Aktuelle Stellungnahme der Fanszene

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 20.04.2018, 16:13

STELLUNGNAHME ZUR ABSTIEGSKAMPF-KAMPAGNE DER VFL WOLFSBURG-FUSSBALL GMBH

Klassenerhalt – das sportliche Minimalziel der aktuellen Spielzeit ist 4 Spieltage vor Saisonende noch nicht erreicht! Keine große Überraschung für uns Wolfsburger und jeden Fußballfan, der die Spiele des VfL Wolfsburg regelmäßig verfolgt. Einige Abteilungsleiter der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH haben ihre Lehren aus dem nervenaufreibenden Abstiegskampf der vorherigen Saison gezogen. Man möchte auf alles vorbereitet sein und die Fans bestmöglich unterstützen, so wurde im Sinne des gegenseitigen Austausches vor einigen Wochen zum Gespräch zwischen VfL-Abteilungsleitern und aktiven Fans geladen.

Bei diesem Gespräch verdeutlichten die anwesenden Fans, dass Abstiegskampf keine Einbahnstraße ist. Es liegt einzig und allein an den Spielern, als Mannschaft aufzutreten, die Wolfsburger Werte ARBEIT – FUSSBALL – LEIDENSCHAFT zu leben und somit die sportliche Wende herbeizuführen. Nur so ist es möglich, wieder eine positive Grundstimmung unter den Fans und im weiteren Umfeld des Vereins zu erzeugen. Die Abteilungsleiter bestätigten, ihrerseits keine Aktionen durchzuführen, die VfL-Fans betreffen, ohne das Einverständnis der aktiven Fanszene einzuholen.

Einige Wochen später informierte die Fanbetreuung einzelne Personen der aktiven Fanszene über das Vorhaben einer Wolfsburger Agentur, die eine Abstiegskampf-Kampagne initiieren möchte. Firmen sollen sich zum VfL bekennen. Zudem sollen sogenannte Influencer eine Aufbruchsstimmung für den Klassenerhalt erzeugen. Das entsprechende Konzept sei aus Eigenmotivation ausgearbeitet und der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH vorgelegt worden, woraufhin die Fanbetreuung Rücksprache mit den Fans gesucht und das Konzept zur Ansicht weitergeleitet hat. Hierbei wurde den Fans nochmals bestätigt, dass die Entscheidung über den weiteren Umgang mit dem Konzept bei den Fanvertretern liegt. Folglich wurde das Konzept dem Fanrat, bestehend aus gewählten Vertretern der offiziellen Fanclubs und Ultragruppierungen des VfL Wolfsburg, vorgelegt. Der Fanrat lehnte die weitere Verfolgung des Konzeptes und damit einhergehend die Umsetzung einer Abstiegskampf-Kampagne durch eine externe Agentur ab. Die Ablehnung wurde der Fanbetreuung ausführlich schriftlich erläutert. Wie eingangs erwähnt sieht der Fanrat, wie auch die aktive Fanszene die aktuellen Spieler in der Pflicht, mit ihrer Arbeit den Klassenerhalt zu sichern. Wir brauchen keine künstliche Aufbruchsstimmung, die das selbst erzeugte Plastik-Club Image der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH bestätigt. Unsere Aufbruchsstimmung bedeutet 90 Minuten schreien, bis das Blut in den Adern kocht, auf dass sich jeder Spieler schämt, der nicht ebenso alles für Wolfsburg gegeben hat.

Man sollte annehmen, dass die Stimme des Fanrates, die Stimme der organisierten VfL-Fans, ein hohes Gewicht in Fragen besitzt, die uns Fans betreffen. In jüngster Vergangenheit mussten wir erfahren, dass die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH die Fanszene täuscht und die Weisungen seiner Fans missachtet. Der Auftrag für das Konzept der Agentur wurde von der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH erteilt und bestätigt, bevor die Fans hierzu Stellung beziehen konnten. Wir fassen dies als Vertrauensbruch auf, der wiederum Fragen aufwirft:

Wie wichtig sind die Fans für die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH?
Besteht ein grundsätzliches Interesse an der Meinung der Fans?
Wenn dem nicht so ist, warum wird die Weiterleitung der Kampagnen-Pläne als exklusive Einsichtnahme verkauft? Und warum sollten wir Fans uns den Arsch aufreißen für eine Kampagne, mit der sich irgendeine Agentur die Taschen vollhaut?
Warum sollen wir Fotos zu peinlichen Hashtags in den sozialen Medien hochladen?
Und was hat das noch mit Abstiegskampf zu tun?

Entscheidend ist auf dem Platz und auf den Rängen - dort zählt nur ARBEIT – FUSSBALL – LEIDENSCHAFT

Der Fanrat einschließlich der aktiven Fanszene findet sich in dem Umgang zwischen Vereinsvertretern und Fans, sowie in der Intention der Kampagne nicht wieder. Wir fordern ein authentisches und langfristiges Leben unserer ursprünglichen Werte, anstatt immer wieder neu und wechselhaft auf den Erfolg kurzfristiger Kampagnen zu setzen.

Fanrat Wolfsburg und die aktive Fanszene des VfL Wolfsburg
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++VfL-Maßnahmen schießen über das Ziel hinaus+++

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 24.08.2018, 21:06

+++VfL-Maßnahmen schießen über das Ziel hinaus+++

Liebe Nordkurve,
das Vertrauensverhältnis zwischen den organisierten Fans und der VfL Wolfsburg Fußball-GmbH ist an einem Tiefpunkt angelangt!

Was ist passiert?
Rückrunde 2018: Der VfL befindet sich wieder einmal in einer sportlichen Krise. Vereinsverantwortliche beschwören öffentlich die Wichtigkeit der Fans für den Abstiegskampf. Im Widerspruch zu dieser zugesprochenen Wichtigkeit werden intern regelmäßig Absprachen mit dem Fanrat, den gewählten Repräsentanten der organisierten Fans, gebrochen. In diesem Kontext betritt unser Vorsänger mit seiner Innenraum-Arbeitskarte nach dem Heimspiel gegen den HSV den Innenraum vor der Nordkurve. Er möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten die Situation beruhigen und zwischen Presse, Spieler und Fans für einen diskreten und geordneten Austausch sensibilisieren. Mit seiner Arbeitskarte kann unser Vorsänger auf legalem Weg den Innenraum betreten. Genau diese Berechtigung wird unserem Vorsänger abgesprochen, indem er mit der Begründung „Betreten des Innenraumes und Tragen einer schwarzen Jacke“ nach der Saison ein örtliches, zur Bewährung ausgesetztes Stadionverbot vom eigenen Verein erhält. Anstatt ihm die „frohe Botschaft“ nach dem Spiel mitzuteilen, darf er gegen Kiel noch einmal dafür herhalten, Wolfsburg mit einer Ansprache im gesamten Stadion für den bedingungslosen Support gegen den Abstieg einzuschwören. Nicht einmal in der Sommerpause, im Rahmen einer Bewertungsrunde der Hamburg-Vorfälle, haben die Verantwortlichen die Eier, unserem Vorsänger persönlich von ihren fragwürdigen Plänen zu berichten. Mit Sanktionen belegt wurden zudem unsere Trommler, sowie weitere aktive Fans.

Nach außen möchte man sich stets als fannaher Verein präsentieren. Hier zeigt sich, was viele von uns bereits wissen: Wir Fans sind den Verantwortlichen etwas wert, wenn es nicht läuft und sie ihren Arsch retten müssen. Anschließend gehen wir ihnen am Arsch vorbei. Wir haben intensiv diskutiert, selbst eine Nicht-Besetzung des Vorsänger-Podestes stand als Zeichen unserer Unzufriedenheit im Raum. Wir wollen aber weder die Spieler, noch unsere Kurve unter dem Versagen der VfL-Verantwortlichen leiden lassen. Stattdessen machen wir 90 Minuten Alarm. Weiterhin werden wir die Verantwortlichen lautstark mit ihrem Fehlverhalten konfrontieren und setzen hierbei auf eure Solidarität.

Saison 2018/19: Wir erhalten neue Stadionverbote, die Arena wird unter dem Vorwand der Abwehr terroristischer Gefahr mit Zäunen und Absperrungen in ein Gefängnis verwandelt und jetzt, wo der Klassenerhalt gesichert ist, kann der Mannschaftsbus wieder weit entfernt von der Nordkurve in die Arena einfahren, damit die Spieler schneller in ihrer Kabine sind. Schöne Idee, dieser Umbruch.

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